Klares 'Ja' zum LEADER-Projekt Glashütte Buhlbach
BAIERSBRONN-BUHLBACH. Bei der jüngsten Sitzung der LEADER-Aktionsgruppe Nordschwarzwald im Baiersbronner Teilort Buhlbach sprach sich das Gremium einstimmig für die Förderung der Glashütte als LEADER-Leitprojekt aus.
"Sie sehen mich sehr erleichtert" brach es aus Dora-Luise Klumpp, der Vorsitzenden des Fördervereins Glashütte e.V., heraus, nachdem bekannt wurde, dass die LEADER-Aktionsgruppe das Projekt mit einem Zuschuss von 75% beschlossen hat. Als Initiator und maßgeblicher Partner der Gemeinde bei der Umsetzung des Projektes hatte sich der Förderverein über mehrere Jahre hinweg für das Projekt stark gemacht. Zuerst wurde eine Machbarkeitsstudie beantragt. Auf dieser Grundlage soll jetzt das ehemalige Glashüttengelände Schritt für Schritt wieder hergerichtet werden. Unter dem Motto "Eine Zeitreise in die Welt aus Holz und Glas" werden im ersten Bauabschnitt das Turbinenhaus und das Außengelände in Angriff angenommen. Als aktives Mitmachprogramm wird es Informationen und Angebote zum Aschebrennen, zur Holzarbeit und zum Holz- und Glastransport geben. Poetisch werden die Geschichten vom Holländer Michl und dem Glasmännlein aufgegriffen und inszeniert und das Geheimnis des Glasmachens gelüftet. Alles in allem ein Projekt, das dem Erlebnistourismus in der Region neue Impulse verleihen wird, wie der stellvertretende Vorsitzende der Aktionsgruppe, Landrat Peter Dombrowsky, ausführte. Für die Förderung als Leitprojekt sei jedoch maßgeblich gewesen, dass die Glashütte ein kulturelles und kulturhistorisches Erbe darstellt, welches aufgrund seiner Bedeutung erhalten werden muss. Zumal die Glashütte in Buhlbach die am besten erhaltene von ehemals rund 400 Glashütten im Schwarzwald ist. In einer kleiner Zeitreise vor Ort, die von den Mitgliedern des Fördervereins inszeniert wurde, konnten sich die Mitglieder der Aktionsgruppe in einer Führung selbst einen Eindruck des damaligen Lebens verschaffen. "Das zeigt, mit wie viel Engagement der Förderverein hinter diesem Projekt steht", zeigte sich Dr. Thomas Ade von der Landesanstalt zur Entwicklung der Ländlichen Räume in Schwäbisch Gmünd sichtlich beeindruckt. Beeindruckt zeigten sich die Mitglieder auch von dem im Anschluss aufgetischten Mittagessen, welches ganz rustikal im ehemaligen Gesteinsmahlhaus serviert wurde. Wenn es nach der Aktionsgruppe ginge, hätte es dafür einen weiteren Stern für Baiersbronn gegeben.
Zusatzinformation: Antragsteller und Bauherr der Maßnahmen ist die Gemeinde Baiersbronn. Die Bruttokosten für den Bauabschnitt 1 betragen 969.014 Euro, wovon 75% der Nettokosten aus dem LEADER-Fördertopf beantragt wurden. Der zweite Bauabschnitt, die Sanierung des Gesteinsmahlhauses, soll unmittelbar anschließen und bis Mitte 2013 abgeschlossen und abgerechnet sein.
Einstimmig beschlossen wurde auch der Antrag der Gemeinde Ebhausen aus dem Landkreis Calw, mit dem die Grundlagen für die Errichtung eines erdgeschichtlichen Museums und eines Triasurzeitpfad gelegt werden sollen. Ein Antrag musste zurückgestellt werden, da er aus Sicht des Landes noch nicht ausreichend den Förderkriterien entspricht. Eine frohe Botschaft gab es noch zum Schluss für Bad Rippoldsau-Schapbach: Die Unbedenklichkeitsbescheinigung für den Baubeginn des Bärenparks wurde ausgestellt.