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Offizieller Spatenstich für den Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald

Grußwort des stv. Vorsitzenden der LEADER-Aktionsgruppe NSW

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bedanke mich herzlich für die Einladung zum Spatenstich für den Bau des Alternativen Bärenpark Schwarzwald hier in Bad Rippoldsau-Schapbach.
Die Realisierung des Alternativen Bärenpark ist nicht nur für die Bären, sondern auch für die Gemeinde Bad Rippoldsau-Schapbach, den Landkreis Freudenstadt und die LEADER-Aktionsgruppe ein wichtiges Ziel.

Gemeinsam mit der Stiftung für Bären soll das bereits im thüringischen Worbis bewährte Erfolgsmodell eines touristisch attraktiven Tierschutzprojektes auch im Schwarzwald realisiert werden. Es ist erfreulich, wenn man in einem Projekt die Aussicht hat, "zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen".

Zunächst einmal soll bisher nicht artgerecht gehaltenen Bären und Wölfen die Möglichkeit geschaffen werden, so natürlich wie möglich entsprechend Ihrer Art zu leben. Dass sich hier in unserem sonst durch vielfältige Verkehrsinfrastruktur gezeichneten Land die Gemeinde Bad Rippoldsau Schapbach mit einer Einwohnerdichte von gerade mal 31 Einwohnern pro Quadratkilometern und einer zum Teil noch ursprünglich wilden Schwarzwaldlandschaft mit einem Waldanteil von 94 % als Standort anbietet, ist nachvollziehbar. Dem Besucher wird vor Augen geführt, wie verantwortungsvoll mit in der Nahrungskette unter dem Menschen stehenden Lebewesen umgegangen werden kann, ohne dass diese entweder aus Angst- und Konkurrenzgründen beseitigt oder als bloßes Sensationsobjekt missbraucht werden. Gerade Bär und Wolf, die fälschlicherweise häufig immer noch als "Missetäter" verstandenen Wildtiere, haben es verdient, eingehender beobachtet und studiert zu werden. Sehr schnell werden sich die Besucher nicht mehr gegen ein aufkommendes Gefühl des Respekts, zum Teil vielleicht sogar der Zuneigung zu den beeindruckenden Tieren wehren können. Der Bärenpark Schwarzwald wird den Besuchern daher als Ort der Erholung und Wissensvermittlung gleichzeitig dienen. Es handelt sich also in besonderer Weise auch um ein Umweltbildungs- und Naturerlebnisangebot, bei dem es darum geht, den Menschen Bär und Wolf als ursprünglich auch im Schwarzwald beheimatete Tierarten näher zu bringen.

Auch die wirtschaftliche Bedeutung des Bärenparks ist für eine strukturell benachteiligte Re-gion enorm. Deshalb waren für die Leader-Aktionsgruppe auch folgende Gesichtspunkte, neben den erwähnten Aspekten, maßgebend:
>> Stärkung der regionalen Infrastruktur
>> Steigerung der regionalen Wertschöpfung durch Einbindung ortsansässiger Arbeitskräfte und Unternehmen
>> Steigerung der regionalen Wertschöpfung in der Gastronomie- und im Übernachtungsgewerbe durch die Zunahme der Besucherzahlen
>> Schaffung von sechs neuen Arbeitplätzen
>> Nationale und internationale Vernetzung mit Projektes gleichgearteten Projekten
>> Wissenschaftliche Arbeiten zur Tier- und Umweltökologie durch Zusammenarbeit mit Universitäten und Bildungseinrichtungen.

Im Wettbewerb um die Gäste und die damit verbundenen Einnahmen stellt der Bärenpark eine Trumpfkarte für die ganze Region Nordschwarzwald dar. Ich bin daher froh und dankbar dafür, dass die den Bau erst möglich machenden EU Fördergelder nunmehr bewilligt wurden, ich bedanke mich bei allen Beteiligten, die hieran mitgearbeitet haben.

Der Landkreis Freudenstadt hat sich von Anfang an über seine originären Zuständigkeiten hinaus in der Verantwortung dafür gesehen, alles Machbare zur Verwirklichung des Bären-parks beizutragen. Ich glaube, die Investitionen werden sich auszahlen, der Bärenpark und die Vision eines ganzen "Tals der Tiere" passt hervorragend in die im Naturpark Schwarzwald Mitte/ Nord  bereits seit längerer Zeit verfolgte Strategie des naturnahen aber naturschonenden Erlebnistourismus. Wie wir bereits bei anderen Projekten feststellen konnten, ich denke hier beispielsweise an das Naturcamp an der Schwarzwaldhochstraße, trifft diese Form des Tourismus einen Nerv der Zeit.

Ich wünsche mir, dass die sicherlich noch auftretenden letzten Hindernisse zur Verwirklichung des alternativen Bärenpark Schwarzwald noch erfolgreich aus dem Weg geräumt werden, auf das folgendes Sprichwort aus Russland hier bald Realität werde: " Im Wald ist der Bär der Oberpriester".

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.


05.02.12
http://www.leader-nordschwarzwald.de/aktuell_service/aktuell/grusswort_des_stv_vorsitzenden
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