Erster Spatenstich für Mutterkuhstall
Der Mutterkuhstall von Herrn Wacker, Landwirt aus Forbach-Hundsbach, ist eines der ersten Projekte, welches die LEADER-Aktionsgruppe Nordschwarzwald auf Grundlage der Landschaftspflegerichtlinie fördert. Der Erhalt und die Pflege der Kulturlandschaft im Nordschwarzwald ist eines der zentralen Entwicklungsziele der Aktionsgruppe. Der Waldanteil im LEADER-Gebiet Nordschwarzwald liegt bei 78% und in einzelnen Gemeinden, wie in Forbach, sogar über 90%. Damit wird deutlich, dass die Landschaftsoffenhaltung ein wichtiges Handlungsfeld ist, um die Region als attraktiven Wohn- und Erholungsraum zu erhalten. Dies ist jedoch nur möglich, wenn es auch künftig ausreichend Landwirte geben wird, die die Bewirtschaftung des Grünlandes sicherstellen. Zudem werden durch die extensive Beweidung wertvolle Naturschutzflächen erhalten. Diese Form der Landschaftspflege kann jedoch nur funktionieren, wenn die erzeugten regionalen Produkte, wie das Rindfleisch oder das Ziegen- und Schaffleisch, auch einen entsprechenden Absatz finden.
Daher arbeitet die Aktionsgruppe eng mit dem Naturpark Schwarzwald
Mitte Nord zusammen. Beide Einrichtungen haben sich dabei sozusagen auf
eine Arbeitsteilung verständigt: Während der Naturpark vorrangig
Regionalvermarktungsprojekte wie z.B. die Naturpark-Wirte oder die
Regionalvermarktungsinitiative "echt Schwarzwald" fördert, deckt die
LEADER-Aktionsgruppe den investiven Bereich ab. Eine Verzahnung der
Naturpark-Aktivitäten und Projekte mit denen der LEADER-Aktionsgruppe
ist beiden Einrichtungen ein großes Anliegen. Von wird es sehr begrüßt,
dass Herr Wacker der Initiative "echt Schwarzwald" beitreten möchte.
Aufgrund der Bedeutung des Vorhabens für den Landschaftsraum ist die
Maßnahme bei der Aktionsgruppe auf große Zustimmung gestoßen und wurde
daher einstimmig mit einem Fördersatz von 66% (der Nettokosten)
beschlossen. Mit der Bereitstellung von Fördermitteln alleine ist es
aber nicht getan, wenn sich kein Landwirt findet, der die Pflege des
Grünlandes übernimmt und der v.a. auch bereit ist Eigenkapital in die
Hand zu nehmen. Dafür würde Herrn Wacker von anwesenden Vertretern der
beteiligten Verwaltungsstellen und der Aktionsgruppe ausdrücklich
gedankt. Der Dank schloss auch die Gemeinde Forbach ein, die sich von
Anfang an für das Projekt eingesetzt hat und das große öffentliche
Interesse an der Maßnahme mit ihrem finanziellen Beitrag dokumentiert.
Bei dem Projekt haben viele Stellen, vom Landratsamt Rastatt über die
Aktionsgruppe bis zum Regierungspräsidium, an einem Strang gezogen –
mit einem guten Ergebnis wie der offizielle Startschuss gezeigt hat.
Die Einweihung des Stalls ist für Ende Oktober geplant.