Westweg erhält weiteres Infoportal
Einweihung des Murgtaltors in Forbach
Forbach mit seinem Ortsteil Gausbach hat eine neue Attraktion, das Westwegportal, örtlicher Namen „Murgtaltor Forbach“. Achim Rietz, Ortsvorsteher des Sagen- Kräuter- und Brunnendorfs Gausbach begrüßte die Gäste, die zur offiziellen Einweihung des Portals recht zahlreich gekommen waren. Als Erstes würdigte er die Arbeit der Rentnergruppe, bestehend aus Winfried Roth, Gerd Spissinger, Walter Mungenast und Engelbert Roth ohne deren ehrenamtliches Engagement das Westwegportal und die Außenanlage in dieser Form nicht verwirklicht worden wäre. Ein weiterer Dank galt Edwin Mungenast, der als Kundiger des Gausbacher Waldes den Findling gefunden hat, aus dem der Trinkwasserbrunnen auf der Anlage entstanden ist. Die auf dem Tor landende Hexe, von Wolfgang Gerst aus Friesenheim geschaffen, habe laut Rietz den Rückflug der Hexen am Hexenstein in der Walpurgisnacht verpasst und ist nun zu einem Symbol von Gausbach geworden. Sie ist den Rinnberger Schlempen des Fasentvereins nachempfunden.
Zur Einweihung des Westwegportals/Murgtaltores wies Bürgermeister Kuno Kußmann darauf hin, dass das Tor ein wesentlicher Beitrag zur Werbung für einen der schönsten Wanderwege Deutschlands und für Forbach, einer der schönsten Murgtalgemeinden, ist. Der Bürgermeister erinnerte daran, dass der Westweg bereits im Jahr 1900 erstellt wurde und wohl der bekannteste Weitwanderweg der europäischen Mittelgebirge ist. Seit 2006 ist er als qualifizierter Wanderweg ausgewiesen. Die Westweggemeinden haben sich mit dem Schwarzwaldverein zusammengesetzt und beschlossen 12 Portale an den 11 Teilstücken des 285 Kilometer langen Wanderweges als Werbeträger zu errichten.
Anfänglich gab es wegen der Kosten nicht nur Befürworter für den Bau des Portals in Forbach. Insgesamt mussten für Portal und die Platzanlage 31 200 Euro aufgebracht werden. Nach Abzug von Zuschüssen aus dem Landessanierungsprogramm und von Mitteln der Europäischen Gemeinschaft verbleibt der Gemeinde eine Belastung von rund 13 500 Euro. Die vier aktiven Bürger, ohne die der Bau des Tores nicht möglich gewesen wäre, erhielten als Anerkennung für ihren Arbeitseinsatz für über 500 Stunden aus der Hand des Bürgermeisters ein extra angefertigtes Bild des Westwegportals mit Widmung. Ein besonderer Dank galt dem Ortschaftsrat von Gausbach, den Mitarbeitern des Bauhofs, sowie dem Ortsbaumeister Oliver Dietrich für Engagement bei der Verwirklichung des Projekts. Heide Glasstetter von der Schwarzwaldtourismus GmbH stellte fest, dass das Murgtaltor das achte Portal am Westweg ist. Sie rechne damit, dass die restlichen 4 in den nächsten Monaten eingeweiht werden können. Alle seien mit regionaltypischem Material errichtet worden und stehen an den Etappenzielen des Westwegs. Insbesondere hob sie die gute Zusammenarbeit mit den Schwarzwaldvereinen hervor, die die Ausschilderung angebracht haben und diese auch überwachen. Claus Harberecht, Dezernent im Amt für Strukturförderung im Landkreis Rastatt, nannte als Ziel der Leader Aktionsgruppe Nordschwarzwald die Stärkung eines landschafts- und umweltverträgliches Wandern. Deshalb habe Leader Aktionsgruppe sich der regionalen Förderfähigkeit des Westwegs angenommen, er sei das Aushängeschild der Region, gerade die Infoportale seien gute Informationsquellen für den Wandertourismus im Nordschwarzwald. Claus Haberecht sah Forbach als Schnittstelle in der Mitte des Murgtals. Als Beweis führte er die Stadtbahn von Rastatt nach Freudenstadt, die Tour de Murg, den Westweg und den Wanderweg "Die Murgleiter" an.
Text GKrechBT