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LEADER-Aktionsgruppe steht geschlossen hinter dem Wolf- und Bärenpark in Bad Rippoldsau-Schapbach

LEADER-Aktionsgruppe steht geschlossen hinter dem Wolf- und Bärenpark in Bad Rippoldsau-Schapbach

Klares Votum in der jüngsten Sitzung der LEADER-Aktionsgruppe Nordschwarzwald in Rippoldsau-Schapbach für den "Alternativen Wolf- und Bärenpark" und das "Tal der Tiere".


Die Einrichtung eines Alternativen Wolf- und Bärenparks in Bad Rippoldsau-Schapbach soll nicht mehr länger auf sich warten lassen, zumindest wenn es nach der LEADER-Aktionsgruppe Nordschwarzwald ginge. Diese ist für die Umsetzung des gleichnamigen EU-Strukturförderprogramms im Nordschwarzwald verantwortlich. "Die Ampel steht auf Grün" hatte Minister Peter Hauk bei seinem Besuch am 22.02.2008 in Bad Rippoldsau-Schapbach verlauten lassen als er sich persönlich ein Bild vom landschaftlichen Reiz des Wolftals aber eben auch von den Schwierigkeiten, mit denen die Gemeinde zu kämpfen hat, gemacht hat. Durch die Einbrüche im Kur- und Bäderwesen musste Bad Rippoldsau-Schapbach in den letzten Jahren große Einbußen hinnehmen.

Aufgrund ihres hohen Waldanteils, mit 94 % ist Rippoldsau-Schapbach die waldreichste Gemeinde nicht nur im Nordschwarzwald sondern in ganz Baden-Württemberg, sowie ihrer für die Siedlungsentwicklung stark eingeschränkten Situation steht die Gemeinde vor großen Problemen. "Unsere Gemeinde hat künftig nur dann eine Entwicklungschance, wenn es ihr gelingt Landschaftspflegelösungen zu finden, die den örtlichen Verhältnissen angepasst sind sowie sich mit herausragenden Angeboten im Bereich Naturerlebnistourismus neu zu positionieren.

Diese Chance bietet uns der "Alternativer Wolf- und Bärenpark" als Leuchtturmprojekt im "Tal der Tiere", war der klare Appell von Bürgermeister Bernhard Waidele an den Minister. Beide Projekte sind aber nur realisierbar, wenn die beantragten Fördermittel aus dem LEADER-Programm bewilligt werden. In dieser Hinsicht gab es aus Sicht des Landes noch einige Punkte, die von den Antragstellern abgearbeitet werden mussten, was zwischenzeitlich geschehen ist. "Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht" ist auch die einstimmige Auffassung der Aktionsgruppe, die nach wie vor geschlossen hinter dem Alternativen Wolf- und Bärenpark steht und diesen als Leitprojekt mit 75% fördern möchte.

Unverständnis äußerte das Gremium jedoch darüber, dass die Förderzusage des Ministeriums, auf die man nun so lange hingearbeitet hat, noch immer nicht vorliegt. Dennoch ist die Aktionsgruppe optimistisch. Im letzen Schreiben des Ministers werden zwar noch immer Punkte aufgeführt, die aus Sicht des Landes weiterhin unklar sind. Diese seien jedoch überwindbar, so die Sicht der Aktionsgruppe. Allein die Haftungsfrage muss jetzt noch gelöst werden. Voraussetzung für die LEADER-Förderung ist, dass der Betrieb des Wolf- und Bärenparks bis zum Ablauf der Zweckbindungsfrist gewährleistet ist. Hierbei muss auch der "worst case" berücksichtigt werden, der dann eintritt, wenn sich die Einrichtung, entgegen des Finanzierungs- und Betriebskonzeptes, mittelfristig nicht selbst tragen sollte. In diesem Fall muss der Antragsteller den weiteren Betrieb der Anlage gewährleisten. Denn oberstes Ziel des Landes ist es, dass mit den Fördermitteln der EU und des Landes keine Investitionsruine geschaffen wird. Aufgrund der prekären finanziellen Situation der Gemeinde verlangt das Land in diesem Fall, dass der Landkreis zusammen mit der Gemeinde in die finanzielle Haftung einsteigt. "Uns ist kein Fall aus den vergangenen Förderperioden bekannt, bei dem ähnliche Forderungen gestellt wurden. Deshalb ist es für uns nur schwer nachvollziehbar, dass diese Frage beim Wolf- und Bärenpark nun zur Gretchenfrage werden soll, zumal es dem Landkreis aus kommunalrechtlichen Gründen nicht möglich sein dürfte, die Haftung zu übernehmen", so der stellvertretende Vorsitzende der LEADER-Aktionsgruppe Landrat Peter Dombrowsky. Dennoch will der Landkreis Freudenstadt das Projekt nach seinen Kräften unterstützen und steht hier noch in Gesprächen mit dem Land. Dombrowsky hofft, dass die LEADER-Förderung nicht an diesem Punkt scheitern wird. "Wir haben mit dem LEADER-Antrag eine solide Entscheidungsbasis", so Dombrowsky weiter. "Mit der Stiftung für Bären und dem Förderverein Alternativer Bärenpark Schwarzwald stehen zwei tat- und finanzkräftiger Partner hinter diesem Projekt. Im thüringischen Worbis betreibt die Stiftung bereits seit zehn Jahren ein ähnliches Projekt. Dadurch konnte das Finanzierungs- und Betriebskonzept auch auf eine fundierte Basis gestellt werden, die nicht nur auf Annahmen, sondern auf konkreten Vergleichswerten beruht." Auch Bürgermeister Norbert Beck, MdL, unterstützt das Projekt mit Nachdruck. "Der "Alternative Wolf- und Bärenpark" ist Baden-Württemberg weit ein einmaliges Projekt, von dem nicht nur für die Gemeinde Bad Rippoldsau-Schapbach und die angrenzenden Kommunen, sondern für die gesamte Region erhebliche strukturelle Effekte ausgehen", so Beck. Diese Chance sollte nicht ungenutzt verstreichen, darin sind sich alle, zumindest im Nordschwarzwald, einig. Weitere Projekte, die von der Aktionsgruppe beschlossen wurden sind der Eisvogelpfad an der Nagoldtalsperre, die Wanderhütte am Kniebis, die als Gemeinschaftsprojekt der Freudenstadt Touristik und des Schliffkopfhotels betrieben werden soll, der Klosterpfad von Herrenalb nach Frauenalb sowie die Wanderreitkonzeption, die im Auftrag der Landkreises Calw und Freudenstadt für die LEADER-Region Nordschwarzwald erstellt werden soll.
Braunbär  im Wald

05.02.12
http://www.leader-nordschwarzwald.de/aktuell_service/aktuell/baerenpark
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